Studienvorbereitung Mathematik DHBW Mannheim
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Warum ein Mathematik-Vorkurs?
Vielleicht fragen Sie sich, ob Sie wirklich die letzten Wochen vor Studienbeginn mit einem Mathematik-Vorkurs verbringen sollen?
Auf dieser Seite finden Sie Informationen zur Rolle der Grundlagen-Mathematik für Ihr Studium.
An der DHBW Mannheim haben wir im Jahr 2011 mit dem Aufbau eines web-basierten Mathematik-Vorkursprogramms begonnen. Jedes Jahr haben wir die Kursergebnisse und die Rückmeldungen Ihrer Vorgänger/-innen ausgewertet.
Diese Daten haben wir genutzt, um die Lernmaterialien und Tests schrittweise zu entwickeln und zu verbessern. Außerdem haben wir untersucht, welche Rolle die Vorkenntnisse in Mathematik für den späteren Studienerfolg spielen. Einige der Ergebnisse unserer Analysen, sowie Statements aus Umfragen und Interviews mit Studierenden haben wir hier für Sie zusammengefasst.
"Wer gut ist in Mathe schafft auch das Ingenieurstudium."
Ja, an der Aussage ist was dran: In allen Jahren, die wir untersucht haben, gab es einen starken und signifikanten Zusammenhang zwischen der Note in der Klausur Mathematik I (die Sie im ersten Studienjahr schreiben), und der Note im Abschlusszeugnis. Im Diagramm rechts sehen Sie, wie die beiden Noten korrelieren.
Mathematische Anwendungen kommen in sehr vielen anderen Fächern vor und darum ist der Zusammenhang zwischen Mathematik und der Gesamtleistung relativ stark.
In der Technik hat nur die Klausur Physik I (die aber nicht in allen Studienrichtungen geschrieben wird) eine ähnlich starke Korrelation mit dem späteren Studienerfolg.
Aber: Es gibt auch Ausnahmen! In der Abbildung sehen Sie auch viele Abweichungen von der "Ideallinie", denn Mathematik ist natürlich nicht Ihr Hauptfach!
Fakultät Technik DHBW Mannheim, Jahrgänge 2011-2015 (3522 Studierende)
\(x\)-Achse: Klausurergebnis Mathematik I im ersten Studienjahr
\(y\)- Achse: GPA (Grade Point Average) zweieinhalb Jahre später (\(r = 0.65\); \(p < 0.01\))
(Anm.: eine Note > 4.0 bedeutet, dass die Klausur nicht bestanden wurde)
"Ich hatte immer gute Mathenoten - da brauch ich keine Vorbereitung."
Jein. Es gibt zwar auch zwischen den Mathematik-Schulnoten und dem späteren Studienerfolg einen Zusammenhang, der ist aber nicht so stark wie z.B. der Einfluss der Klausur Mathematik I. Das liegt daran, dass Mathematik an unterschiedlichen Schulen unterschiedlich gelehrt wird - und dass sich die Schul- und Hochschulmathematik in einigen Punkten deutlich unterscheiden.
Wichtig für ein technisches Studium sind vor allem gute Kenntnisse der Grundlagen - vom Bruchrechnen über Termumformungen zur Auflösung von Gleichungssystemen. Nur wenn das Basiswissen "sitzt" können Sie den Berechnungen in der Vorlesung folgen!
Darum empfehlen wir allen Studienanfänger/-innen (auch denen mit sehr guten Schulnoten!) sich einen Überblick über ihr Grundlagenwissen zu verschaffen, indem sie den Diagnostischen Einstiegstest durchführen.
"Mathe versteht man oder nicht - da hilft kein Üben."
Das stimmt nicht! Natürlich ist es prima, wenn Ihnen mathematische Zusammenhänge schnell einleuchten - aber je komplexer die Berechnungen werden, desto wichtiger ist es, dass Sie einen soliden Grundstock an Vorkenntnissen mitbringen.
Nur durch stetiges Anwenden der Verfahren werden Sie sicher im Umgang mit der "Sprache" Mathematik. Und es kann Ihnen durchaus passieren, dass Sie eine mathematische Fragestellung erst nach wiederholtem Üben und Beschäftigen mit dem Lernstoff verstehen.
"Ich will doch Ingenieur werden, nicht Mathematiker!"
Stimmt! Aber Sie werden in fast jedem ingenieurwissenschaftlichen Fach mit mathematischen Berechnungen zu tun haben - und leider können weder Sie noch wir wissen, mit welchen. Es hängt ganz davon ab, in welcher Branche Sie arbeiten und mit welcher Fragestellung Sie sich befassen.
Darum ist es so wichtig, dass Sie in Mathematik ein breit aufgestelltes Grundlagenwissen haben.
Was sagen die Studierenden?
Ein paar Wochen vor Vergabe der Bachelor-Urkunden im Jahr 2014 und 2016 haben wir Studierende
der Fakultät Technik zu ihren Erfahrungen im Studium befragt.
Frage: "Sie haben Ihr DHBW-Studium vor drei Jahren begonnen. Wenn Sie an den Anfang zurückdenken, welchen Rat würden Sie einer/einem Studienanfänger/-in in Bezug auf das Studium und die Bewältigung der Anforderungen in Mathematik geben?"
Mit dieser offenen Frage wollten wir die Sicht der Studierenden auf die Mathematik im Studium kennen lernen. Wenn man die Statements zusammenfasst,  kommen drei Themen besonders häufig vor:
  • Anmerkungen zum Thema Üben: 60%
  • Anmerkungen zur Wiederholung des Schulstoffs und zum Vorkurs: 20%
  • Anmerkungen zum Thema Lerngruppen: 16%
Frage: "Welches der folgenden mathematischen Themengebiete und Verfahren haben Sie bei der Erstellung Ihrer Bachelor-Arbeit eingesetzt  - und in welchem Umfang?"
In dieser Frage konnten die Teilnehmer eins oder mehrere der Themengebiete aus dem Mathematik-Vorkurs per Klick auswählen und selbst Begriffe hinzufügen. Die Antworten sind in der Abbildung rechts zusammen gefasst.
Sie können sehen, dass auch sehr grundlegende Kenntnisse wie Bruchrechnen oder Termumformungen in fast allen Bachelorarbeiten „oft“ oder zumindest „manchmal“ benötigt wurden.
Die große Bandbreite zeigt auch, dass es sehr schwer ist vorherzusehen, welches Verfahren Sie später einmal brauchen werden (und welches nicht)!
Fazit
Mathematik-Grundlagen sind für Ihr Studium wichtig! Damit Sie einen Eindruck von den im Studium benötigten Vorkenntnissen erhalten, sollten Sie möglichst bald den Diagnostischen Einstiegstest durchführen - und Ihren eigenen Kenntnisstand überprüfen. Bei einem Testergebnis unter 60% empfehlen wir die Teilnahme am Vorkurs - im Selbststudium oder im Betreuten eLearning. Je früher Sie Ihre Kenntnisse auffrischen oder vertiefen, desto leichter werden Sie den Vorlesungen folgen können.